
OpenCloud selbst hosten - einfach gemacht
Yulei ChenOpenCloud ist eine Open-Source-File-Sharing-Plattform zum Selbsthosten – eine datenschutzorientierte Alternative zu Google Drive, OneDrive und Dropbox. Anders als PHP-basierte Lösungen wie Nextcloud läuft OpenCloud als einzelne Binary ohne Datenbank – deutlich einfacher zu deployen und zu warten. 100 % Open Source unter Apache-2.0-Lizenz, ohne Nutzungslimits.
Sliplane ist eine Managed-Container-Plattform, die Self-Hosting unkompliziert macht. Mit One-Click-Deployment hast du OpenCloud in wenigen Minuten am Laufen – kein Server-Setup, keine Reverse-Proxy-Config, keine Infrastruktur zum Warten.
Wenn du den manuellen Weg bevorzugst, schau dir OpenCloud auf einem Hetzner-Ubuntu-Server selbst hosten an – dort geht's Schritt für Schritt durch das komplette Docker- und Caddy-Setup.
Voraussetzungen
Achte drauf, dass du einen Sliplane-Account hast (kostenlose Testversion verfügbar), bevor du loslegst.
Schnellstart
Sliplane bietet One-Click-Deployment mit Presets.
- Klick auf den Deploy-Button oben
- Wähl ein Projekt
- Wähl einen Server. Bei neuem Account bekommst du einen 48-Stunden-Free-Trial-Server
- Klick auf Deploy!
Zum Preset
Das One-Click-Deploy oben nutzt Sliplanes OpenCloud-Preset. Das Preset ist für ein sauberes, stabiles Standard-Setup ausgelegt:
- Production-Image (
opencloudeu/opencloud) – OpenCloud bietet drei Release-Typen: Rolling (neueste Features alle 3 Wochen, für Enthusiasten), Production (Fokus auf Stabilität, ca. alle 6 Monate) und LTS (Long-Term Support mit 2-Jahres-Backports). Das Preset nutzt den Production-Channel für maximale Zuverlässigkeit. - Persistent Storage gemountet auf
/etc/opencloud(Config) und/var/lib/opencloud(Daten) - Auto-Initialisierung beim ersten Start – das Preset übernimmt den
init-Schritt automatisch - Standard-Admin-Passwort wird zufällig generiert und in deinen Environment Variables angezeigt
Nächste Schritte
Sobald OpenCloud auf Sliplane läuft, erreichst du es über die von Sliplane bereitgestellte Domain (z.B. opencloud-xxxx.sliplane.app). Logg dich ein mit dem Username admin und dem Passwort aus deiner IDM_ADMIN_PASSWORD Environment Variable. Von dort aus kannst du das Setup weiter anpassen.
Standard-Pfade
OpenCloud speichert Config und Daten in zwei Hauptverzeichnissen im Container:
| Pfad | Zweck |
|---|---|
/etc/opencloud | Konfigurationsdateien |
/var/lib/opencloud | Benutzerdaten und Dateien |
Beide sind über das Preset als persistente Volumes gemountet – deine Daten überleben Container-Neustarts und Redeployments.
Collabora-Integration
OpenCloud unterstützt Echtzeit-Dokumentenbearbeitung über Collabora Online. Dafür brauchst du einen separaten Collabora-Container und musst den WOPI-Server konfigurieren. Siehe die offizielle Docker Compose Anleitung für Details zur Verbindung von Collabora mit OpenCloud.
Storage-Backends
Standardmäßig schreibt OpenCloud Dateien direkt auf die Festplatte (POSIX Storage). Es unterstützt auch S3-kompatiblen Storage und Ceph für größere Deployments. Siehe die OpenCloud Config-Docs für Storage-Backend-Optionen.
Logging
OpenCloud-Logs gehen standardmäßig nach STDOUT – funktioniert gut mit Sliplanes eingebautem Log-Viewer. Für allgemeine Docker-Log-Tipps schau dir unseren Post Docker Logs nutzen an.
Kostenvergleich
Natürlich kannst du OpenCloud auch bei anderen Cloud-Providern selbst hosten. Hier ein Preisvergleich der gängigsten:
| Anbieter | vCPU Kerne | RAM | Speicherplatz | geschätzte Kosten / Monat | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|
| Sliplane | 2 | 2 GB | 40 GB | €9 | Abrechnung pro Server |
| Render | 1 | 2 GB | 40 GB | ~$35–$45 | VM Small |
| Fly.io | 2 | 2 GB | 40 GB | ~$20–$25 | VM + Volume |
| Railway | 2 | 2 GB | 40 GB | ~$15–$66 | Usage-based |
FAQ
Ist OpenCloud wirklich kostenlos?
Ja. OpenCloud ist 100 % Open Source unter Apache-2.0-Lizenz. Keine Nutzungslimits, keine User-Caps, keine Feature-Gates. Das OpenCloud-Team bietet kostenpflichtige Support-Abos für Unternehmen, die Prioritäts-Security-Benachrichtigungen und Integrationshilfe brauchen.
Wie unterscheidet sich OpenCloud von Nextcloud oder ownCloud?
OpenCloud geht einen komplett anderen Weg. Während Nextcloud und ownCloud auf PHP, MySQL/MariaDB, Redis und Apache setzen – ist OpenCloud eine einzelne Go-Binary, die direkt auf die Festplatte schreibt. Keine Datenbank, keine PHP-Runtime, deutlich weniger bewegliche Teile. Dadurch ist es viel einfacher zu deployen, zu warten und zu backuppen.
Kann ich von Nextcloud oder ownCloud migrieren?
Ja, OpenCloud plant Migration von beiden zu unterstützen. Prüf die offizielle FAQ für den aktuellen Migrations-Status.
Wie aktualisiere ich OpenCloud?
Ändere das Image-Tag in deinen Service-Einstellungen und deploye neu. Prüf Docker Hub für die aktuellste stabile Version.
Gibt es Alternativen zu OpenCloud?
Ja, beliebte Optionen sind Nextcloud (die feature-reichste Self-Hosted-Cloud), Seafile (schnell und leichtgewichtig) und Syncthing (dezentrales P2P-Sync). Schau dir unseren Blog-Post 5 tolle Alternativen zu OpenCloud für einen vollständigen Vergleich an.